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Hallo liebe Füchse,

herzlich Willkommen zum 4. Tag der Blogtour zu dem wundervollen Roman „Lass uns Träume sammeln“.
Gestern durftet ihr bereits in das Thema „Träume“ schnuppern und heute geht’s um das Thema Mobbing!

In dem Roman von Nina Hirschlehner ist das Thema Mobbing eine sehr große und ernste Angelegenheit.
Wer kennt es nicht aus der Schulzeit? Man hat keine modernen Klamotten oder es ist einmal etwas Peinliches passiert – und schwupp! Man wird von den Mitschülern ausgelacht und geärgert.

Aber was ist eigentlich Mobbing?

Der Begriff Mobbing bezeichnet per Definition ein fortgesetztes Verhalten, das durch gezielte Anfeindung, Schikane und Diskriminierung gekennzeichnet ist (engl. to mob = anpöbeln, schikanieren). Ein typisches Beispiel hierfür: Dabei greifen eine oder mehrere Personen (die Täter oder Mobber) über einen längeren Zeitraum hinweg direkt oder indirekt eine unterlegene Person (das Mobbing-Opfer) an.

Das Ziel von Mobbing ist es, jemanden systematisch auszugrenzen. Wer gemobbt wird, sieht keine Möglichkeit, sich gegen die dadurch entstehende Diskriminierung und den daraus folgenden Ausschluss aus der beruflichen oder schulischen Gemeinschaft zu wehren. Kleinere Streitereien oder vereinzelt auftretende Auseinandersetzungen gelten hingegen laut Definition nicht als Mobbing.

Mobbing hat vielfältige Ursachen. Mögliche Gründe für psychische Angriffe gegen eine

Bildergebnis für Mobbing
Quelle: HanisauLand

andere Person sind:

 

  • Spannungen und Konflikte
  • Konkurrenzdruck, hoher Leistungsdruck und Verantwortung bei geringem Handlungsspielraum
  • zu wenig Anerkennung der (beruflichen) Tätigkeit
  • starre Hierarchien am Arbeitsplatz

Jeden Tag sind über 1 Millionen Menschen deutschlandweit von Mobbing am Arbeitsplatz betroffen. Gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Mobbing sind jedoch nicht als Berufskrankheit anerkannt.

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Mir war es wichtig, dass ich dieses Thema zugewiesen bekomme, da ich gerne aus eigener Erfahrung schreiben wollte. Gott sei Dank, gibt es noch Menschen dort draußen, die solche Dinge nicht erleben mussten. Für diese Menschen, aber auch für die Betroffenen möchte ich euch meine Geschichte erzählen. Damit ihr wisst, dass ihr nicht alleine damit seid.

Ich bin 27 Jahre alt und wurde 12 Jahre in meinem Leben gemobbt.
Es begann bereits im Kindergarten, dass ich mich immer für Schwächere eingesetzt habe und somit schnell als Außenseiter da stand – denn es waren ja immer die „coolen Kids“ die gemobbt haben. Damals habe ich es aber noch nicht als Mobbing gesehen – Kind halt.

In der 1. Klasse ging es dann weiter. Allerdings konnte ich mich relativ oft aus Streitigkeiten heraus halten. Als dann aber plötzlich die komplette Klasse auf eine Mitschülerin von mir losgegangen ist, konnte ich mich nicht mehr zurückhalten und habe ihr geholfen. Als Dank dafür wurde ich dann später auch von ihr gemobbt, als sie dann wieder im Kreis der Coolen aufgenommen wurde. Ja ja, diese Ironie *lach*

So war es die komplette Schulzeit. Ab der 8. Klasse haben dann die Lehrer mitgemacht.
Wie es einem geht, wenn der Vertrauenslehrer z.B. quer über den Schulhof brüllt „Aber Tatjana, die beiden Mädchen sind doch total lieb! Von denen wirst du bestimmt nicht gemobbt. Das bildest du dir nur ein.“ oder der Mathelehrer dir die Abschlussklausur gibt mit den Worten „Was willst du denn hier? Die 6 kann ich dir auch direkt drunter schreiben“ gibt, muss ich, denke ich, nicht weiter erläutern.

Selbst in der Ausbildungszeit war es nicht anders.
Wie man also sieht, gibt es in jedem Alter Mobbing, was ich persönlich sehr traurig finde. Ein intelligenter Mensch würde doch denken, dass dieses Verhalten eher peinlich und absolutes pubertäres Verhalten ist. Dies ist aber leider nicht der Fall.

Bildergebnis für MobbingDamals habe ich mit meiner Mutter viel darüber gesprochen, die einfach immer hinter mir steht – auch jetzt noch! Ich bin sehr froh, dass sie mir beistand und bestimmt 100x zur Schule fuhr um die Lehrer anzupampen. Leider wurde es dadurch nicht besser, aber sie hat wirklich alles versucht.

Egal in welchem Alter du bist, lass dich nicht mobben!
Du bist kein Opfer und keiner hat das Recht so mit dir umzugehen. Ich habe sehr lange gebraucht um diese Worte umzusetzen, aber mittlerweile tu ich es. Ich bin immer noch sehr hilfsbereit und werde deshalb auch ausgenutzt, aber nur soweit ICH es will.
Ich habe die Zügel für mein Leben in der Hand. Ich werde nur gemobbt, wenn ich es zulasse.

Falls du in so einer Situation bist:
Rede mit Familie und Freunde. Du bist nicht alleine. Zu Not hole dir professionelle Hilfe. Es gibt auch viele Selbsthilfegruppen oder Foren im Internet, z.B.: Schüler gegen Mobbing oder Netzfrauen

Du schaffst das und du bist nicht alleine – egal wie alt du bist!
Du bist etwas Besonderes!

 

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