Rockerdämon: Tag 5 – Das Leben im Clubhaus

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Herzlich Willkommen im Clubhaus meine lieben Biker-Füchse!
Heute erzähle ich euch wie man in der harten Bikerwelt überlebt, denn es gibt viele strenge Regeln.

 

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Beginnen wir mit dem Clubhaus!

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Ein Motorradclub hat in aller Regel ein Clubhaus. Das ist Zentrale und Stolz des Clubs, welche in mühevoller Arbeit selbst ausgebaut wurde. Das Clubhaus ist für die einen ein Treffpunkt, für andere ein Zuhause. Hier treffen sich die Member, feiern Partys, halten ihre Besprechungen ab. Viele Clubs bieten einen „offenen Abend“ für Jedermann.

Das Clubhaus sieht meistens aus wie eine gewöhnliche Kneipe, da die Biker, ganz dem Klischee, gerne einen Trinken. Sie genießen das Leben und nehmen es so, wie es kommt.
Die Motorradclubs, die sogenannten MC’s, gibt es nicht nur in Amerika, sondern in jedem Land, sogar hier in Deutschland. Die bekanntesten MC’s sind wohl die Hell Angels und die Bandidos. Wenn die beiden Clubs villa-mc-clubhaus-1-570x380aufeinandertreffen, dann kracht es immer gewaltig und die Polizei lässt nicht lange auf sich warten.

Rockerclubs pflegen Demokratie in Reinform. Ein Mann – eine Stimme. Das macht Entscheidungen in den Clubs oft schwierig, aber gerecht. Der Club besteht aus einer unterschiedlichen Mitgliederzahl. Des Weiteren gibt es untereinander klare Regeln und eine strenge Rangfolge.

 

 – Die Rangfolge –

Der „President“ (Präsident) steht an der Spitze einer Ortsgruppe. Straftaten sind ihm meist schwer nachzuweisen, weil andere Menschen Gewalttaten für ihn erledigen oder im Zweifelsfall die Schuld auf sich nehmen. Um für den Chefposten gewählt zu werden, müssen sich Rocker mit besonderer Brutalität und Raffinesse beweisen. Zweiter Mann ist der Vize-Präsident, der meist repräsentative Aufgaben übernimmt.

Der „Sergeant at Arms“ (Waffenmeister) kümmert sich um den Schutz des Clubs und die Bewaffnung. Neben Messern, Äxten und Macheten kommen bei Razzien immer wieder Schusswaffen und Sprengstoff zutage.

Der „Road Captain“ (Straßenchef) organisiert Ausfahrten und Treffen mit anderen Gruppen. Wenn die Rocker im Konvoi fahren, ist er für Absperrungen von Straßen zuständig.

Der „Secretary“ (Sekretär) kümmert sich als eine Art Büroleiter um die Buchhaltung und übernimmt die Korrespondenz mit anderen Clubs.

Der „Treasurer“ (Schatzmeister) verwaltet die Finanzen des Clubs.

Ein „Member“ (Mitglied) ist laut Rocker-Statuten ein „Bruder auf Lebenszeit“. Oft führt er eigene Geschäfte wie Bars, Tätowier-Studios oder Ordner-Firmen, über die laut Polizei auch Geld aus kriminellen Geschäften gewaschen wird.

Der „Prospect“ (Anwärter) wird von einem Mitglied vorgeschlagen. Je nach Club muss er bis zu drei Jahre auf seine Aufnahme warten. Bis dahin muss er niedere Aufgaben übernehmen und sich so Vertrauen verdienen.

Der „Supporter“ (Unterstützer) ist Mitglied eines Motorradclubs, der einen größeren Club unterstützt und für das Grobe zuständig ist.

Bevor man ein richtiges Mitglied ist, kann es ziemlich lange dauern. Zuerst gibt es eine Hangaroundzeit, in der sich Kandidat und Club kennenlernen. Nach meist einem Jahr geht’s in die Probezeit, man bezeichnet den Status dann als „Prospect“. Das kann von sechs Monaten bis zu zwei Jahren dauern, manche schaffen es nie. Viele Clubs machen ein regelrechtes Ritual daraus, zur Aufnahme den Rückenaufnäher (Patch) zu übergeben. Wer so lange gekämpft hat, wird oft einer letzten Prüfung unterzogen.
Eingegrabene oder eingemauerte Patches sind keine Seltenheit. Die Leipziger Red Devils ließen vor kurzem den Prüfling durch den eiskalten Fluss Luppe schwimmen. Das Patch lag am anderen Ufer.

 

 – Die Kutte –

Zu jedem Motorradclub gehört natürlich die Kutte. Die Kutte ist das Heiligste. Sie wird geachtet und verteidigt. Ein Verlust wird oft mit Ausschluss aus dem Club bestraft. Sie wird mit verschiedenen Aufnähern, sogenannte Patches, verfeinert. Jeder „Patch“ hat eine andere Bedeutung und ich versuche euch diese mal zu erklären:

 

mc-motorcycleclub-kutte-weste-patch-aufnaher-anordnung-centerpatch-top-rocker-buttom-rocker-rangabzeichen1: Der „Top Rocker“ Patch
Der „Top Rocker“
– ist generell immer der  Name des Clubs. Der Clubpatch ist global immer der gleiche Aufnäher, egal in welchem Land sich der eigentliche Satndort des Motorradclubs befindet. Auch die Colors, Farben des Abzeichens sind weltweit gleich.

2: Der “ Center Patch“ Aufnäher
Der „Center Patch“ – ist das Logo des Clubs. Die Formen des Aufnähers sind meistens verschieden und haben keine geregelte Größe oder sonstige Bestimmungen. Hat ein Club einmal ein Logo für den MC besiegelt, ist dieses jedoch nicht abänderbar und das CI Copyright und Identity muss bei allen Chapter gleich sein. Der Centerpatch gilt als das Wichtigste Abzeichen eines Clubs.

Der Aufnäher gehört nicht dem Träger sondern dem Club. Der Träger muss den Aufnäher um jeden Preis schützen und trägt hierbei die komplette Verantwortung dem Club gegenüber. Ein Verlust durch Diebstahl oder Unachtsamkeit wird Clubintern gehandelt und meistens auch hart bestraft. Generell gilt, der Centerpatch ist der MC also Clubpatch, dieser ist das Heiligtum auf einer Motorradjacke.

Der „Bottom Rocker“ Aufnäher
Der „Bottom Rocker“ – zeigt normalerweise die nationale, regionale oder generelle Bezeichnung des Standorts, Herkunft oder teilweise auch Aufgaben. Der Buttom Backpatch dient zur Globalen Indentifizierung der Clubmitglieder, zB.: bei Member aus den USA Californien steht „CALIFORNIA“. Bei Anwerbern für den Club, sogenannte Prospects oder Hangarounds ist meistens nur der Bottom-Rocker ‚Aufnäher auf die Motorradweste, Lederjacke oder Kutte genäht. Sollten die Anwerber zu einem festgelegten Zeitpunkt alle Bestimmungen, Prüfungen und Eignungen des Clubs bestanden haben, werden diesem die offiziellen Clubabzeichen verliehen.

4: Der „MC“ Patch
Der „MC“ Patch beteutet MotorcycleClub und darf nur von eingetragenen Clubs getragen werden. Sollte ein Club oder Vereinigung andere Buchstaben verwenden deuten diese auf eine andere spezifische Eintragung hin.

mc-motorcycleclub-kutte-vorderseite-weste-patch-aufnaher-anordnung-centerpatch-top-rocker-buttom-rocker-rangabzeichen5: Rautenpatch oder Diamond Patch
Der Rautenpatch oder Diamond Patch kann verschiedene Bedeutungen haben. Das 1%er Ein-Prozenter Abzeichen wird bei Outlaw-MCs als Zeichen, dass diese zu den 1% der Menschen / Biker gehören welche sich als Gesetzlos bzw. in einer Anarchie sehen. Für diese „Minderheit“ gelten im speziellen die Regeln und Gesetze des Clubs. Der Ehrenkodex unter Biker / Rocker ist das oberste Gebot. Oft werden die Rautenabzeichen auch als Provokation genutzt.    „ 2%o“ Bedeutet: Ich fahre auch mit 2 Promille. Oder einfache Alphabetisch gestickte Abkürzungen zB.: 62 als F/B wie Free Biker oder 81 H/A wie Hells Angels.

6: Der Clubpatch
Der Clubpatch hat immer nur den Clubnamen gestickt. Die Colors bzw Farben und Abzeichenformen des Aufnähers sind clubintern weltweit immer gleich.

7: Das Rangabzeichen oder Rankpatch
Das Rangabzeichen oder Rankpatch beschreibt die Funktion des Trägers im Motorradclub. z.B. Präsident, Vize Präsident, Road Captain, Sergeant at Arms und viele mehr. Diese Namenspatches oder Rangaufnäher können von Clubmitgliedern beliebig bestickt werden.

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8: Ein Extra Patch Aufnäher
Der Extra Patch unter oder über dem Rangabzeichen kann spezielle Aussagen, Sprüche oder verschlüsselte Informationen gestickt haben. Die Anbringung dieses Abzeichens ist dem Träger selbst überlassen und kann vom Motorcycleclub her verschieden gehandhabt werden.

Fest vergeben in der Szene sind die Farben. Rot-Weiß sind die z.B. die Hells Angels, Gremium trägt schwarz-weiß ebenso wie Outlaws und die Bandidos sind rot-Gold.

 

 – Weitere Regeln –

Ein weiteres Klischee ist es, dass Motorradclub GRUNDSÄTZLICH mit Drogen dielen. Dies stimmt so nicht. Wer mit Drogen handelt, fliegt raus. So jedenfalls sehen es die Regeln in vielen Clubs vor. Wird aber nicht immer so rigoros gehandhabt. Der eigene Konsum hingegen wird oft großzügiger gesehen.
Ein Rocker spricht außerdem niemals mit der Polizei. Sogar wenn er von anderen Rockern angegriffen oder schwer verletzt wird, gilt dieses Gebot.

Eine sehr strenge Regel betrifft das Thema Frauen!
Freundinnen und Frauen von Clubbrüdern sind für die Rocker tabu. Die sogenannten Old Ladys sind das „Eigentum“ der Biker und sie werden mit einem Patch versehen „Property of NAME“. Damit weiß jeder Rocker, egal aus welchem Land, dass diese Frau bereits jemanden gehört und somit unantastbar ist – im wahrsten Sinne des Wortes!
Wer diese Regel bricht, kommt nicht mit heilen Knochen davon.
Was genau aber nun eine Old Lady ist und was sie ausmacht, wird euch MORGEN die liebe Beate erzählen 😉
(Tourplan: siehe Ende des Beitrags)

Quellen: http://www.aufnaeher-patches-abzeichen.com, Rockerblog.de, Tag24.de

 

 

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Unsere genauen Teilnahmebedingungen findest du hier.
Eine Teilnahme ist bis einschließlich 22.11.2016 24 Uhr möglich!

 

Meine Frage:
Was hälst du davon, dass es in einem MC’s so klare und strenge Regeln gibt? Sind sie sinnvoll oder eher für’n Eimer??

 

 

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 – Tourplan –

13.11 „Rocker Dämon“ bei  Sonja
14.11 „Präsident Ace, der böse Dämon?“ bei Andra
15.11. „Die unschuldige Retterin Amy?“ bei Nadine
16.11. „Das Pik-Ass“ bei Lisa
17.11. „Das Leben im Clubhaus“ bei mir 😉
18.11. „Old Lady“ bei Beate
19.11. „Die Leidenschaft zwischen den beiden“ bei Mareike
20.11. „Ausblick auf weitere Projekte“ bei  Desiree

 

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11 Gedanken zu “Rockerdämon: Tag 5 – Das Leben im Clubhaus

  1. Ich glaube schon das es sinnvoll ist. Wenn diese Regeln nicht wären würde innerhalb des Clubs alles auseinander brechen und jeder würde tun wonach er gerade Bock hat. Ich wünschte manchmal wir hätten in unserem Land jemanden an der Spitze der die Regeln so durchsetzen würde.

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  2. Hallo
    Also ich finde das gewisse Regeln sinnvoll sind. Wenn jetzt mehrere Mitglieder eines Mc’s ihren eigenen Dickschädel durchsetzen wollen, dann wird es eine Katastrophe nach der anderen geben. Sie würden dich auch bestimmt untereinander bekriegen und es wprüde eoben Blutbad geben. Da ist es doch schon wichtig und richtig klare Regeln aufzustellen.
    Lg Stefanie

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  3. Natürlich brauchen sie Regeln und Rang Ordnung sonst würde doch alles drunter und drüber gehen man muss sich nur mal vor Stellen jeder kann machen was er will Himmel möchte nicht dabei stehen

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  4. Hallo 🙂
    Toller Beitrag. Sehr informativ.
    Gewisse Regeln sind immer sinnvoll bei größeren Gruppierungen, sonst herrscht Chaos 😉 und es könnte ein Blutbad geben, vor allem wenn es um die Old Ladys geht 😉
    Das kann ich mir jedenfalls gut vorstellen, wenn es keine strikte Regeln gibt.

    Liebe Grüße, Saskia

    Gefällt 1 Person

  5. In so einem Rockerclub sind sie wahrscheinlich eher sinnvoll, damit alles seinen gewohnten Gang nimmt und keiner aus der Reihe tanzt.

    Liebe Grüße,
    Daniela

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  6. Ich glaube das die Regeln und Gesetze sehr viel Sinn haben. Gerade in der Welt ist es glaube ich sehr wichtig, das jeder weiß was erlaubt ist und was einen den Hals brechen kann.

    LG Anja

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  7. Hallo,

    ich kann mir schon vorstellen, dass diese Regeln irgendwo in dem Rockerclub für die Mitglieder subjektiv einen Sinn haben… dennoch finde ich zum Beispiel gerade die Regel der Old Lady sehr bedenklich, da ein Mensch niemals das Eigentum eines anderen sein kann!

    LG

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  8. Regeln sind immer Sinnvoll. Und in so einer „Welt“ denke ich mir sind diese Regeln durchaus angebracht.
    Aber so wirklich konform gehe ich damit nicht.
    Besonders das da irgendjeman von einem anderen das „Eigentum“ sein soll.
    Wenn dies von Anfang an auch 100%ig aus eigenem WIllen wäre ja, aber dies ist es nicht so.

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